Gleichstellung


Gleichberechtigung
Für Liberale ist die Gleichstellung aller Menschen unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Herkunft, Alter und sexueller Orientierung eine absolute Selbstverständlichkeit. Die Debatte um die Problematik muss unserer Ansicht nach sachlich und offen geführt werden und darf nicht totgeschwiegen werden. Noch immer sind täglich Menschen Sexismus, Rassismus oder Homophobie ausgesetzt.
Gerechte Förderprogramme
Für uns Liberale ist die Gleichstellung aller Menschen ein persönliches Anliegen. Inzwischen gibt es immer mehr Förderprogramme für studierende Frauen in sogenannten „Männerberufen“. Wir freuen uns über jede Studentin, die sich entscheidet ein Studium anzustreben, welches zu einem großen Teil von männlichen Studierenden belegt wird. Dennoch halten wir Quoten und den Ausschluss von Personen von Förderprogrammen aufgrund ihres Geschlechts für falsch. Frauen, die sich für ein entsprechendes Berufsfeld interessieren und bereits einen zugehörigen Studiengang gewählt haben, sind bereits im entsprechenden Fachbereich angekommen. Um Neuzugänge zu gewinnen, müssen wir dafür sorgen, dass sich alle in ihrem Studiengang willkommen fühlen. Dies erreichen wir durch die Zusammenarbeit von Frauen und Männern, einer klaren Distanzierung von Sexismus und nicht durch eine symbolische Trennung der Geschlechter zwischen Menschen, die bereits zusammen arbeiten und lernen. Bei den Neuzugängen sind Schülerinnen und Schüler der Schlüssel zum Erfolg. Deshalb sollen die Programme, die sich damit beschäftigen den Schülerinnen und Schülern Studiengänge zu demonstrieren, die vom jeweils anderen Geschlecht dominiert sind, weiterhin unterstützt werden. Dies bietet nicht nur einen ersten Einblick ins Studium, sondern beugt auch gezielt Vorurteilen vor.
Frauenpolitik
In den letzten Jahren hat es vermehrt Debatten über sexuelle Belästigung gegeben. Wir möchten eine mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattete Anlaufstelle für alle, die in der Hochschule oder privat so einer Belastung ausgesetzt wurden oder werden. Wir wünschen uns einen offenen Umgang mit der Thematik, damit mehr Menschen den Mut fassen können, sich zu wehren. Es erschüttert uns zutiefst, wie viele Frauen in ihrem alltäglichem Leben Belästigungen ausgesetzt werden. Deshalb möchten wir die Hochschulen zu einem sicheren Ort für alle frei von Belästigungen machen.
Liberaler Feminismus
Die Gleichberechtigung aller Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht ist kein Monopol linker Gruppierungen. Gleichheit und Freiheit sind Kernbestandteil des Liberalismus und somit setzen wir uns ganz besonders für die Gleichberechtigung aller Studierenden ein. Durch radikale Maßnahmen von linken Organisationen in den vergangenen Jahren stößt das Wort „Feminismus“ inzwischen bei vielen Menschen auf Ablehnung. Damit muss Schluss sein! Flexible Betreuungszeiten und ausreichend Plätze in Kitas, sowie zeitlich selbstbestimmtes Arbeiten von Zuhause (Siehe: Anwesenheitspflicht und Digitale Veranstaltungen) helfen im Alltag viel mehr als Quoten für Förderprogramme. Außerdem ist nicht jede leicht bekleidete Frau in der Werbung ein Angriff auf den Feminismus. Wir möchten Sexismus effektiv und im Kern bekämpfen. Vorurteile müssen durch Aufklärung bekämpft werden (Siehe: Gerechte Förderprogramme) und sexuelle Belästigung darf keine Sekunde lang toleriert werden (Siehe: Frauenpolitik). Die gesamte Studierendenschaft muss sich gegen den alltäglichen Sexismus stellen. Dies funktioniert nur dann, wenn wir die Menschen für das Thema sensibilisieren, indem wir offen auf die alltäglichen Probleme aufmerksam machen.
Queer & Gendering
Einige Menschen können sich nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren. Sie erfahren häufig gesellschaftliche Ablehnung und stehen täglich vor Herausforderungen, die anderen Menschen erspart bleiben. Dies beginnt schon bei der Auswahl der Sanitäreinrichtungen. Wir nehmen diese Problematik ernst und möchten jedem die freie Wahl ermöglichen die Sanitäreinrichtung aufzusuchen, in denen sich die Person wohl fühlt. Einige lehnen die Debatte über die Problematik komplett ab, andere fordern aus ideologischen Gründen radikale Maßnahmen. Wir suchen eine vernünftige Lösung mit der alle Menschen zufrieden sein können. Deshalb möchten wir einige wenige Toiletten der Hochschulen in Unisex-Toiletten umwandeln. Wichtig ist uns, dass alle, die lieber Damen- oder Herrentoiletten aufsuchen möchten, diese Möglichkeit auch weiterhin erhalten. Für diejenigen, die sich weder mit dem weiblichen noch mit dem männlichen Geschlecht identifizieren können, sollten wir jedoch eine zusätzliche Lösung finden. Wir halten es für sinnvoll, wenn diese gesonderten Toiletten von allen benutzt werden dürfen, damit keine symbolische Ausgrenzung stattfindet.
Zurück zur Themenübersicht